Alles in Einem: Lexmark Prevail Pro 705
Das moderne Büro
Erst Drucker, Faxgerät, Kopierer und ein Scanner komplettieren die Standardausstattung moderner Geschäftsräume und sogenannter “Home Offices“.
Kaum ein Angestellter oder Gewerbetreibender kommt ohne eine Auswahl entsprechender Geräte aus. Meist ist man auf alle angewiesen. Jede Gerätschaft beansprucht eigenen Platz und will passend aufgestellt werden. Fax, Drucker und Kopierer benötigen unter Umständen unterschiedliches Papier, in jedem Fall separate Tintenpatronen oder Toner. Scanner sind selten einfach über verschiedene Arbeitsplätze zu benutzen, netzwerkfähige Drucker gibt es kaum in Budget-freundlichen Preisregionen.
“Liebling, ich habe die Büroaustattung geschrumpft!”
Verschiedene Hersteller bieten Multifunktionsgeräte an – mit unterschiedlichen Kombinationen der sonst durch separate Geräte abgedeckten Funktionen.
Der Lexmark Prevail Pro 705 gehört zu der Gattung Multitalent, der alle Ansprüche befriedigen möchte. Die Ausstattung des Tintenstrahlers ist mit Druck-, Scan-, Fax- und Kopierfähigkeit umfassend.
Zusätzlich haben die Entwicklungsingenieure eine Duplex-Einheit zum beidseitigen Bedrucken, einen Dokumenteneinzug für die Scanner-/Kopierereinheit sowie eine Wireless LAN Netzwerkkarte untergebracht.
In drei Wochen Dauertest musste der in schwarz-silber gehaltene Kasten zeigen, ob er die Ansprüchen eines kleinen Redaktionsbüros bedienen kann.
Tinte oder Laser
Die Entscheidung zwischen Laser- und Tintenstrahldrucker fällt leicht. Beide Verfahren haben ihre ganz eigenen Vorteile und unterscheiden sich in Anschaffungspreisen und – je nach Druckaufkommen – in Unterhalts- sowie Betriebskosten erheblich.
Bei Druckaufkommen in geringem bis mittleren Maß können die Tintenstrahler mit ihrem geringen Energieverbrauch punkten, bei hohem Druckbedarf geben sich moderne Laserdrucker sparsam im Umgang mit Verbrauchsmaterial.
Tintenstrahldrucker sind bei vergleichbarer Ausstattung mindestens um die Hälfte günstiger als ihre Pendants mit Lasertechnik. Farbdruck gehört bei Tintenstrahl-Geräten zum Standard, möchte bei Laserdruckern teuer bezahlt werden.
Hat man sich erst für die geeignete Drucktechnik entschieden, ist die Auswahl an verschiedenen Geräten und Ausstattungsmerkmalen gross. Ebenso meist die Verwirrung.
Lexmark schafft Abhilfe
Fällt die Entscheidung für ein Tinten-basiertes Gerät, sollen dank dem Prevail Pro 705 keine weiteren Hindernisse auf dem Weg zur Bürovollausstattung stehen.
Auf den ersten Blick fällt auf, dass der Drucker nicht im für Büromaschinen zum Standard gehörenden Beige gehalten ist. Die Seitenteile des Gehäuses sind in Silber eingefärbt, Vorder- und Rückseite bestehen aus schwarzem Kunststoff. Mit glänzenden Materialien ist Zurückhaltung geübt worden, nur das Schwarz des automatischen Dokumenteneinzugs glänzt.
Eine geschlossene Papierkassette schützt bis zu 150 Blatt in DIN A4 vor Verstaubung. Verglichen mit vertikalen Papierzuführungen, wie sie bei anderen kompakten Druckern vorkommen, ist diese Art des Einzugs weniger anfällig für Papierstaus.
Für Überblick sorgt ein farbiger LCD Bildschirm und verschiedene Signalleuchten, wie z.B. die WLAN Statusanzeige. Die Vorderseite beherbergt zudem alle Bedienelemente, einen Einschub für die ganze Vielfalt an unterschiedlichen SD, xD und Memory Stick Speicherkarten sowie einen Typ A USB Anschluss für Speichersticks.
Über den USB Anschluss lassen sich auch digitale Fotokameras mit PictBridge Unterstützung anschliessen. Dadurch können Bilder von kompatiblen Kameras ohne Umweg über den PC oder Herausnehmen des Speichermediums ausgedruckt werden.
Laut Herstellerangabe ist es sogar möglich über einen (nicht mitgelieferten) Bluetooth Adapter am USB Anschluss, den Nahbereichs-Funkstandard zu nutzen. Zur kabelgebundenen Kommunikation mit der Außenwelt, stehen rückseitig Ethernet Netzwerkport, Fax und ein USB Typ B Anschluss zur Verfügung.
Der Prevail Pro 705 bringt alle notwendigen Kabel zur Inbetriebnahme mit. Einzig ein Ethernetkabel zur Einbindung ins Netzwerk bei fehlendem WLAN wird nicht mitgeliefert.
Die Tintenpatronen im Lieferumfang sind nicht nur voll gefüllt, sondern von hoher Kapazität.
Schritt für Schritt durch die Installation: das Setup-Programm hilft
Die Installation geht dank der mitgelieferten Software problemlos vonstatten. Das Konfigurationsprogramm führt Schritt für Schritt mit Text und animierten Illustrationen durch den gesamten Prozess. Das Gerät muss dabei bis zur Einstellung der WLAN Parameter per USB mit einem PC verbunden sein.
Während der Testphase, hat das Setup sowohl auf Windows XP als auch auf Windows 7 auf Anhieb geklappt. Mit Apples neuestem OS X 10.6 “Snow Leopard” Update ließ sich der Prevail Pro 705 erst nach Download der neuesten Version des Installationsprogramms zur Zusammenarbeit bewegen. Die deutsche Lexmark Webseite hat sich dabei sehr aufgeräumt präsentiert, so dass der passende Treiber schnell ausgemacht war.
Der Prevail Pro 705 als Drucker
Das Druckbild des Prevail Pro 705 ist klar und sauber. Schwarzer Text auf hellem Grund franst auch bei kleinsten Schriftgrössen nicht aus. Farbdruck gelingt dem Drucker in klassenüblicher Qualität.
Dank einer gesonderten Eco Modus Taste am Bedienfeld, kann der Drucker angewiesen werden immer zweiseitig zu drucken. Die Einstellung geschieht unabhängig von etwaigen Angaben, die über den Treiber bei Aufgabe des Druckauftrags gemacht werden. Auf diese Weise kann zentral für alle Benutzer des Geräts festgelegt werden, dass immer zweiseitig gedruckt werden soll, um den Papierverbrauch niedrig zu halten.
Nach doppelter Betätigung der Eco Modus Taste, wendet der Drucker weniger Tinte auf und vermindert die Helligkeit der LCD Anzeige.
Textausdrucke bleiben dabei leserlich, für Farbdrucke zu Werbezwecken sollte man auf den Sparmodus eher verzichten.
Dokumente und Fotos können von Speichersticks und -karten gelesen und ausgedruckt werden. Dabei versteht das Lexmark Multitalent eine ganze Reihe an unterschiedlichen Dateiformaten.
Im Test hat der Prevail Pro problemlos Microsoft Office Dateien, die jeweils mit Anwendungen aus dem aktuellen Office 2007 (Word, Excel & PowerPoint) und dem älteren Office 2003 erstellt wurden, verarbeitet. Adobe Acrobat PDF Dateien sowie JPEG und TIFF Bilder konnten ohne weiteres ausgedruckt werden.
Scannen – bis zu 50 Blatt in Reihe, auch im Netzwerk
Die Scanner Einheit bietet eine für Multifunktionsgeräte ungewöhnlich hohe Auflösung von 4800 * 1200 dpi. Einen Vorteil für den Alltagsgebrauch im Geschäftsumfeld bieten besonders der automatische Dokumenteneinzug und die Möglichkeit direkt über das Netzwerk zu scannen.
Während des Tests hat sich die Kombination beider Funktionen bewährt. Der zentral nahe des Posteingangs aufgestellte und via WLAN ins Netzwerk eingebundene Prevail Pro 705 wurde mit eingehenden Schreiben über die automatische Dokumentenzufuhr gefüttert. Bis man sich mit einem Kaffee am Schreibtisch eingefunden hatte, war das Multitalent auch schon fertig mit der Digitalisierung und man konnte mit dem Ergebnis am PC bzw. Mac weiterarbeiten.
Ganz ohne PC – als eigenständiger Kopierer
Wie auch bei der Konkurrenz üblich, fungiert der Prevail Pro 705 als eigenständiger Kopierer. Schliesslich bringt er mit Scanner und Drucker die benötigten Funktionseinheiten schon mit. Die Bedienung gestaltet sich wie von “grossen” Kopierern gewohnt. Der LCD Bildschirm führt durch die Auswahl der einzelnen Parameter, wie z.B. Anzahl der Kopien und doppelseitige Ausführung.
Auf einen Blick
Besonders gefallen haben uns
- 5 Jahre Herstellergarantie
- Separate Patronen für Schwarz und alle Farben
- Volle Netzwerktauglichkeit über Ethernet-Kabel und WLAN
- 50 Blatt automatische Dokumentenzuführung für die Scanner/Kopierer Einheit
- Eingebaute Duplex Funktion
- Geschlossene 150 Blatt Papierkassette schützt vor Verstaubung
- Eco Modus direkt über Taste am Gerät einstellbar
- Stabile und wertige Konstruktion
- Software zum gleichzeitigen Scannen und Verarbeiten von mehreren Visitenkarten
- Drucken und Scannen auf USB Sticks und Speicherkarten
Nicht so toll fanden wir
- Treiber im Lieferumfang des Testmodells bot noch keine Apple OS X 10.6 Snow Leopard Unterstützung (aktuelle Treiber waren auf der deutschen Webseite zu finden)
- Beim Duplexdruck wird vor dem Wenden der Seite kurz auf das Antrocknen der Tinte gewartet
- Scan- und Druckvorgänge beim Kopieren sind nicht komplett unabhängig, der Scanner wartet auf den jeweils vorletzten Ausdruck
Fazit
Die Kombination vieler Leistungsmerkmale auf so kleinem Raum ist Lexmark geglückt. Besonders die vom Hersteller wenig beworbenen Alleinstellungsmerkmale, wie z.B. die Möglichkeit im Netzwerk scannen zu können, sorgen für Erleichterung im Büroalltag.
Die Einbindung in das eigene Netzwerk funktioniert reibungslos. Besonders gut gefällt, dass das auch schnurlos geht.
Lexmark hat dem Prevail Pro 705 Kompatibilität für die WiFi Funkstandards IEEE 802.11 b/g/n spendiert. Der Grossteil der neuesten WLAN Access Points, die nach 802.11n funken, schaltet auf einen langsameren Datenübertragungsmodus zurück, sobald sich ein Gerät ohne Unterstützung für den Standard ins Funknetzwerk einklinkt. Besonders Peripheriegeräte und auch z.B. das iPhone (EDGE, 3G, 3G S) beherrschen kein IEEE 802.11n – gut, dass Lexmark an dieser Stelle nicht gespart hat.
Der Prevail Pro spricht den zur Zeit schnellsten WiFi Standard IEEE 802.11n und fügt sich damit reibungslos in alle bestehenden Funknetzwerke ein.
Nur ein weiterer Aspekt der den Eindruck bestätigt, dass man sich bei Lexmark mit den Anforderungen der Zielgruppe aus Studenten, Home Office und Betreibern kleiner Büros auseinandergesetzt hat.
Ein rundum gelungenes Paket zum günstigen Preis.
Auf TechDepot.de kann der Lexmark Prevail Pro 705 direkt bestellt werden.
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Dieser Artikel wurde von mustafa verfasst.





