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Faxen, Drucken & Scannen im Windows Netzwerk: Der Philips Laser MFD 6080

December 31, 2009 Drucker, Testberichte View Comments

Unter dem Banner des niederländischen Elektronikriesen Philips gesellt sich der Laser MFD 6080 zu der Vielfalt an kostengünstigen Multifunktionsgeräten für das Klein- und Heimbüro bzw. den SoHo Bereich.

Wie in dieser Sparte üblich schickt sich das Gerät an, eine ganze Reihe essentieller Funktionen in einem zu vereinen. Zu den Minimalanforderungen für Kombigeräte aus Druck- und Scannerfunktion gesellen sich weitere. Das MFD 6080 ersetzt eigenständige Fax- und Kopiergeräte. Es bietet einen automatischen Dokumenteneinzug, einen Netzwerkanschluss sowie eine Integration für USB Sticks. In schlichtem Bürograu gestaltet, fügt sich das Modell unauffällig in klassische Umgebungen ein.

Drucker
Das Herzstück des MFD 6080 ist mit einem Schwarzweiß Laserdruckwerk ausgestattet.

Praktisches Format und Kompakter Grundriss

Im Vergleich zu Tintenstrahldruckern, wie dem von uns getesteten Lexmark Prevail Pro 705, bieten Laserdrucker unterschiedliche Eigenschaften. Sie bewältigen dank ihrer Geschwindigkeit und der im Allgemeinen großen Kapazität von Tonerpatronen höhere Druckaufkommen besser. Auf den Seitenpreis gerechnet sind sie meist kosteneffizienter. Daran ändert in den meisten Fällen der höhere Energieverbrauch wenig. Laserdrucker waren bis vor einigen Jahren in der Anschaffung noch wesentlich teurer als ihre Tinten-basierten Artgenossen. Inzwischen schicken sich nahezu alle Hersteller an, Einsteigermodelle zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Darüber hinaus spendiert Philips dem MFD 6080 einen Eco-Modus, um Strom- und Tonerverbrauch zu verringern. Die Leistungsaufnahme im Bereitschaftsmodus sinkt damit auf 13 Watt, Philips gibt die Toner-Einsparungen im Eco-Modus mit bis zu 40% an.

Die Druckauflösung liegt bei guten klassenüblichen 600 * 600 dpi. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Feine Schrift meistert der Drucker ohne Schwierigkeiten, Bilder in Graustufen werden klar abgebildet. Letzteres kann – neben der Mechanik – auch der Elektronik zu verdanken sein. Der MFD 6080 spricht die aktuelle Version aller gängigen Druckersprachen, wie z.B. PCL 6 und Adobes PostScript 3, welches die Beschreibung von bis zu 4096 Graustufen erlaubt.

Dank dem USB 2.0 Anschluss kann das Gerät als Arbeitsplatzdrucker eingesetzt werden. Über einen zweiten an der Vorderseite platzierten USB 2.0 Steckplatz können die allgegenwärtigen Speichersticks angebracht werden. Dateien im TXT, TIFF, PDF und JPEG Format werden direkt vom mobilen Datenträger gelesen und ausgedruckt. Der Standard Ethernet Netzwerkanschluss ermöglicht den Zugriff von verschiedenen PCs bzw. den Einsatz als Drucker für Arbeitsgruppen. Das Papierfach fasst bis zu 250 Seiten im DIN A4 Format – es kann Papier mit einem Gewicht von 60 bis 105 Gramm pro Quadratmeter zum Einsatz kommen. Bei DIN A4 Blättern mit einem Gewicht von 80g/qm fasst das Fach noch 200 Seiten. Zum gelegentlichen Bedrucken von Briefumschlägen steht vorderseitig ein manueller Einzug bereit.

Im Alltagstest hat der Drucker mit schneller Seitenausgabe überzeugt, die ungewöhnlich nah an der Herstellerangabe von 20 Seiten pro Minute liegt. Sehr erfreulich, in drei Wochen Redaktionseinsatz hat das Gerät keinen Papierstau gemeldet.

Scanner/Kopierer

Solide Verarbeitung aller beweglichen Bauteile

Der Farbscanner verrichtet seine Aufgabe zuverlässig und flott. Mit einer Auflösung von 600 * 2400 dpi für das A4 Format ist er für Schriftstücke und Diagramme gut geeignet. Für die Archivierung von Grafikvorlagen mit feinen Strukturen greift man besser zu einem anderen Gerät . Zum Vergleich, die Scaneinheit des Lexmark Prevail Pro 705 kann mit 1200 * 4800 dpi – einer vierfach höhere Auflösung – aufwarten.

Die Kopiereinheit wartet mit fortgeschrittenen Funktionen auf, die oft nur von eigenständigen Kopiergeräten bekannt sind. Ohne Umwege über einen separaten PC kann kopiert, vervielfältigt, vergrössert und zusammengefasst werden. So versteht sich der Laser MFD 6080 z.B. auf die Vervielfältigung von mehrseitigen Vorlagen ebenso wie auf das Übertragen von zwei oder vier einzelnen Seiten auf ein Blatt. Die Verarbeitung des Scannerdeckels und besonders des aufgesetzten automatischen Dokumenteneinzugs gefallen sehr. Letzterer hält zudem bis zu 50 Blatt.

Fax
Das G3 Fax lässt kaum Wünsche offen und stellt ein Highlight des Modells dar. Der Versand erfolgt schnell, beim Empfang bedient sich die Faxeinheit der vollen Auflösung des Druckwerks. Mit dem automatischen Dokumenteneinzug gelingen auch mehrseitige Übertragungen. Sollte mal kein Papier in der Papierkassette vorhanden sein, bewahrt ein interner Speicher bis zu 500 Seiten auf. Zudem kann das Faxarchiv auf einem USB Stick gesichert werden.

Allgemeines
Die Stellfläche erweist sich für ein Laser-Multifunktionsgerät als kompakt. Philips hat mehr in die Höhe als in die Breite gebaut, wichtig wenn man flexibel bei der Auswahl an Aufstellungsorten bleiben möchte. Das zweizeilige LCD erweist sich als einfach zu navigieren. Zu den einzelnen Menüs kann mit den Pfeiltasten am Bedienfeld navigiert werden, mehrstellige Nummernkürzel erlauben einen direkten Aufruf bestimmter Einstellungen. Der Lieferumfang besteht aus dem notwendigsten: ein sogenannter Startertoner, Kurzanleitung, zwei CDs mit Handbüchern und Treibern für OS X, Linux & Windows, sowie ein Strom- und Faxkabel.

Auf einen Blick

Gefallen hat uns

  • Ecomodus: spart Strom und Toner
  • Schneller Druck mit gutem Druckbild
  • USB Stick Integration: Drucken und Scan von und zum Speicherstick
  • Automatischer Dokumenteneinzug für die Fax-, Kopierer und Scannereinheit
  • Kopierer mit fortgeschrittenem Funktionsumfang
  • Fax Funktionalität auf der Höhe der Zeit: schnell, archivierbar
  • Integrierter Netzwerkadapter, kabelgebunden, WLAN Adapter als Zubehör erhältlich
  • Sehr gut verarbeitet

Verbesserungswürdig

  • Nur Startertoner mit beschränkter Kapazität im Lieferumfang
  • Keine aktuellen Mac OS X 10.6 “Snow Leopard” Treiber
  • Handbuch notwendig zur Netzwerkkonfiguration, nur digital auf CD im Lieferumfang

Fazit
Der Philips Laser MFD 6080 erweist sich als solider Allrounder, der auf jeden Fall einen Blick wert ist – nicht zuletzt wegen des günstigen Preises.

Pfiffig: Sudoku aus dem Drucker

Schon beim Auspacken fällt auf, dass man nicht an der Verarbeitung gespart hat. Es wackelt und klappert nichts an dem schlicht gestalteten Gerät. Die Entwicklungsingenieure scheinen sich Gedanken beim Entwurf und der Realisierung gemacht zu haben. Das zeigt sich auch an einem netten Gimmick für alle Knobelfans: in einem der Menüs versteckt sich eine Sudoku-Funktion, die Spiele in vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden parat hält – bei Bedarf gleich die Lösung dazu.

Leider trübt der Mangel an aktuellen Treibern für OS X 10.6 “Snow Leopard” den ansonsten runden Eindruck. Die mitgelieferten Treiber für die aktuellste Version des Apple Betriebssystems sind veraltet und brechen im Fall der Scannertreiber die Installation ab. Ein Update scheint es auch mehrere Monate nach Verfügbarkeit von OS X 10.6 nicht zu geben. Die wenig übersichtlichen Herstellerseiten von Philips und Sagem sind keine Hilfe bei der Suche. (Anm. d Red.: Der französische Hersteller hat die Fax-Geschäftssparte von Philips im Jahr 2002 übernommen und darf entsprechende Geräte unter dem niederländischen Markenzeichen vertreiben.)

Sollte der Hersteller in dieser Hinsicht nachbessern, können sich Apple Fans auf ein grundsolides Lasermultitalent freuen. Ansonsten bleibt der Philips Laser MFD 6080 ein attraktives Angebot für den Einsatz in Windows-Umgebungen.

Der Philips Laser MFD 6080 kann direkt auf TechDepot.de bestellt werden.


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Dieser Artikel wurde von mustafa verfasst.

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