HP Mini 5102
Gerade noch auf der CES Technikmesse in Las Vegas vorgestellt, schon jetzt lieferbar: das HP Mini 5102 Subnotebook aus dem Hause Hewlett-Packard. Mit diesem Modell schließt der Technologie-Konzern an seinen Vorgänger, das 5101 an, welches mit durchaus guten Kritiken bedacht wurde. Besonders das hochauflösende Display (1366 x 768) sowie das robuste Metall-Gehäuse erzielten Bestwertungen bei seinen Testern.
Zwei Aspekte, die auch seinen Nachfolger begleiten sollen: Auf 10.1 Zoll quetscht HP sowohl die HD-Auflösung von 1366 x 768, als auch eine etwas preisgünstigere Variante mit 1024 x 768 Pixeln. Gegenüber seinem Vorgänger ist das Preisspektrum diesmal breit gefächert. Die teuerste Variante kommt sogar mit einem Touch-Display, das man im Netbook-Format eher seltener antrifft. Leider lassen sich sowohl der berührungsempfindliche Bildschirm als auch die unterschiedlichen Farben für das Aluminium-Gehäuse derzeit nur in den USA käuflich erwerben.
Das HP Mini 5102 greift auf die brandneue Pine Trail Plattform zurück, in der ein Intel Atom N450 mit entsprechendem Chipsatz (Intel NM10 Express) tickt. Die Geschwindigkeit des Prozessors surft mit 1.66 GHz ordentlich flott durch die Bits und Bytes. Drei USB-Ports, ein VGA-Ausgang, ein Gigabit-Netzwerk-Portal sowie Bluetooth (2.1) und WiFi (IEEE 802.11a/b/g) gehören zum gehobenen Standard-Repertoire. Die separaten Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer (Line-IN und Line-Out), ein SD- und MMC-Speicherkartenlesegerät und eine 2 Megapixel Webcam gehen eindeutig über gewöhnliche Netbook-Basiskonfigurationen hinaus.

Die im oberen Rahmen des Computers verbaute Kamera wird mit den ‘HP Protect Tools’ zu einer eigenen Sicherheitssperre. Die zweidimensionale Gesichtserkennung speichert mehrere Aufnahmen des Konterfei vom Benutzer und gibt nach einem Ruhezustand das Gerät erst wieder frei, nachdem die Kamera mit großem Weitwinkel das Gesicht eingescannt, verglichen und erkannt hat.
Verarbeitung
Als Alleinstellungsmerkmal sticht der HP Mini 5102 aus dem Schwarm der Netbooks durch seine Verarbeitung hervor. Selbst mit den minimalistischen Geräteabmessungen von 25 x 262 x 180 Millimetern hält sich der HP sogar im aufgeklappten Zustand absolut verwindungssteif. Die Tastatur ragt beinahe bis zum äußersten Gehäuserand und kommt damit einem vollwertigen Keyboard (zu zirka 95-Prozent) – im Rahmen eines 10.1 Netbooks – erstaunlich nahe. Die Oberfläche der Tasten sowie die Auflagefläche für die Handballen ist leicht matt und daher rutschfest ausgestaltet. Insgesamt wirkt das Gerät aus diesen Gründen nicht nur extrem hochwertig, sondern lässt sich auch präziser bedienen. Die beiden Maustasten am Trackpad setzen sich durch eine hauchdünne Gummischicht fühlbar von einander ab, so dass man ohne einen Blick zu riskieren den rechten von dem linken Taster auseinanderhalten kann.

Ohne wackeln oder knirschen lässt sich der Gehäusedeckel verriegeln, so dass dieser ganzheitlich an allen Ecken mit dem Gehäuseboden abschließt. Diese Präzision gibt dem Benutzer zusätzlich ein kompaktes Gefühl von einem robusten und absolut hochwertigem Notebook im Notizblock-Format.
Mit Stil gestalten sich auch die beleuchteten Hardware-Knöpfe am Gerät. Mit hellblauem Licht wirken sie dezent und veredeln trotzdem das schwarze Gehäuse. Der Akku besitzt eine eigenständige Ladeanzeige, über die sich der ungefähre Batteriestand auch bei zugeklapptem Bildschirm ablesen lässt. Der Power-, WiFi und Bluetooth-Knopf weisen ebenfalls mit der beleuchteten Abtrennung auf.

Unter der Haube
Zum guten äußerlichen Gesamteindruck gehört das (wahlweise) hochauflösende TFT-Display, welches auf 25.7 Zentimetern von komplexeren Office-Tätigkeiten bis zu Bildungsaufgaben jeder Tätigkeit gewappnet ist. Sowohl bildschirmfüllende YouTube-Videodateien als auch Google Earth nimmt sich der HP Mini ohne komplizierte Konfigurationen an. HP selbst positioniert das Gerät für das ‘Bildungswesen’ genauso wie für ‘mobile Profis’. Optional lässt sich ein Tragegriff bestellen, der fest an das Gerät montiert wird und damit die 1.2 Kilogramm des Netbooks spazieren trägt. Für den Geschäftsbereich von sicherlich höher Bedeutung ist die Konfiguration mit einem Mobilfunkmodem. Dieses ist, wie bei Notebook-Modellen üblich, unter dem Akkuschacht angebracht. Mit einer entsprechenden UMTS-Simkarte spart man sich unförmige USB-Dongle oder den Aufbau der (kabelgebundenen) Internetverbindung über das Smartphone.
Zum Lieferumfang zählt das Microsoft Office-verträgliche ‘Corel Home Office’, welches aus Corel Write (Word), Corel Calculate (Excel) und Corel Show (PowerPoint) besteht. Für diese Tätigkeiten stemmt der 6-Zellen-Akku eine Laufzeit von annähernd 10 Stunden auf die Arbeitsuhr – sehr beachtlich!
Als Betriebssystem findet sich die Windows 7 Starter-Edition von Microsoft bereits installiert vor. Die eigenständige Ersteinrichtung des Systems nimmt nach dem initialen Anschalten mehr als eine Stunde in Anspruch. Mit dem in diesem Modell verbauten 1GB-Speicher lässt sich befriedigend arbeiten. Die Nachrüstung eines 2GB-Bausteins kann der Anwender autonom durchführen.
Wer sich selbstständig um den Austausch der Festplatte kümmern möchte, orientiert sich an der englischsprachigen HP-Bedienungsanleitung im PDF-Format. Dazu müssen drei Schrauben entfernt werden, die sich hinter dem Akku verbergen. Anschließend lässt sich die Tastatur entfernen. Diese hängt jedoch an einem Flachbandkabel, das mit Vorsicht abzuziehen und nach dem Austausch wieder anzustecken ist.

Fazit
Ende Januar 2010 kürte das amerikanische LaptopMag den HP Mini 5102 zum besten Netbook der 10-Zoll-Klasse. Die Gewinner-Kategorien lauteten ,Tastatur‘, ,Belüftung‘ und ,Software‘. Auch unser Praxistest fällt mit einem positiven Resümee aus.
HP bleibt mit seiner Produktserie ‘Mini’ den erarbeiteten Qualitätsmaßstäben treu. Ein Netbook muss nicht aus Plastik bestehen, sondern kann seinem Benutzer durch gelungene Verarbeitung ein hochwertiges Gefühl vermitteln. Diese Geräteklasse im schnörkellosem Design kostet allerdings seinen Preis, der zu leistungsähnlichen Konkurrenz-Modellen vergleichbar hoch ausfällt.
Obwohl HP die Zielgruppe für dieses Netbooks eher im Business-Bereich ansiedelt, lässt sich für jeden, der die Bereitschaft besitzt etwas mehr Geld für ein Netbook auszugeben, ein Blick empfehlen.
Plus / Minus
Das hat uns nicht gefallen:
- hörbarer Lüfter
- durchschnittliche Grafikleistung
- preislich überdimensioniert
- nur einen Arbeitsspeicher-Slot
Das hat uns gefallen:
- fantastische Tastatur
- Aluminium-Gehäuse mit stabiler Verarbeitung
- gute Lautsprecher
- schnelle 7200 UpM-Festplatte
-> HP Mini 5102 – Atom N450 / 1.66 GHz – RAM 1 GB Festplatte 250 GB
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Dieser Artikel wurde von alex verfasst.
