Farbe im Büroalltag: Kyocera FS-C5200DN
Der japanische Chiphersteller Kyocera ist seit Jahrzehnten ein gängiger Name im Hardwarepark von großen Konzernen. Seit einigen Jahren bietet das in Kyoto ansässige Unternehmen auch Lösungen für mittelständische und kleine Betriebe an. In diesem Bereich kann man mit Erfahrungen auftrumpfen, die man im belastungsintensiven Alltag großer Firmen gesammelt hat.
Ganz den Ansprüchen der Stammkundschaft entsprechend sind Kyocera Produkte auf eine möglichst niedrige “Total Cost of Ownership” (TCO) optimiert. Dabei wird beim Entwurf eines Geräts nicht nur auf einen möglichst niedrigen Anschaffungspreis hingearbeitet. Es werden alle Kosten, die mit einer Hardware während ihres gesamten Lebenszyklus verbunden sind, berücksichtigt. Dazu gehören neben Aufwendungen, die sich aus Wartungs- und Reparaturanfälligkeit ergeben, Kosten für Verbrauchsmaterial und Betrieb.
Mit dem Farblaserdrucker FS-C5200DN lässt Kyocera die Muskeln spielen und zeigt der Konkurrenz, dass sich eine eindrucksvolle Featureliste und niedrige Anschaffungs- sowie Betriebskosten nicht gegenseitig ausschliessen müssen. Gepaart mit einem von F.A. Porsche entworfenen Design, kann sich der Arbeitsgruppen-Drucker auch optisch sehen lassen.
Ein Drucker der keine Wünsche offen lässt
Von Haus bietet der FS-C5200DN ein sehr gutes und schnelles Farbdruckwerk. Der von Farblasern abbildbare Farbraum ist eingeschränkter als der von Tintenstrahldruckern. Was bei Illustrationen nicht bemerkt wird, kann bei Fotos auffallen. Das Kyocera Modell gehört zu einer neuen Generation von Farblaser-Druckwerken, die in der Abbildungsqualität näher an die Tintenstrahlkonkurrenz rückt und sich auch vor Fotos nicht verstecken muss. Bei Schwarzweiß-Ausdrucken lässt sich der FS-C5200DN nichts vormachen. Ausdrucke bleiben auch bei filigransten Schrift- und Symbolgrößen frei von Fransen und verstreuten Tonerpartikeln.
Das ‘D‘ in der Modellbezeichnung steht für Duplex-Druck. Vollautomatische zweiseitige Ausdrucke sind mit dem FS-C5200DN ohne die separate Anschaffung eines Duplexers möglich. Das gilt auch für schweres Papier mit 120 g/m². Ganz wie es sich für ein Poweruser und Arbeitsgruppen Gerät gehört, bringt der FS-C5200DN einen integrierten Standard Ethernet Netzwerkanschluss mit. Im Test gelang die reibungslose Kommunikation mit einer breiten Palette an Betriebssystemen. Windows XP, Windows 7, OS X 10.6.3 und Ubuntu Linux 10.04 LTS haben sich auf Anhieb mit dem Drucker verstanden.
Erfreulicherweise ist die Papierkassette mit einer Kapazität für 500 Blatt großzügig dimensioniert. Dadurch muss man seltener manuell Nachlegen, was sich gerade im Betrieb in der Arbeitsgruppe als angenehm herausstellt. Steigen die Anforderungen an Papierkapazität, lässt sich diese auf bis zu 2150 Blatt aufrüsten.
Ähnlich gut sieht es mit der oben aufliegenden Papierablage aus – sie fasst 250 Blatt. Bleiben umfangreiche Ausdrucke mal länger auf dem Drucker liegen, gibt es dadurch nicht gleich einen Betriebsstau.
Der Hersteller gibt die Druckleistung mit 21 Seiten pro Minute an. Im Test sind wir bei umfangreichen Dokumenten nah herangekommen: mit knapp 18 Seiten hat der FS-C5200DN sich als zügiger Druckmeister erwiesen. Beim Duplexdruck bleibt davon knapp etwas über die Hälfte an Druckleistung übrig. Besonders positiv: ob schwarzweiß oder farbig, der Kyocera hält das Tempo.
Klar in Design und Funktion
Die wenig mundgerechte Modellbezeichnung FS-C5200DN steht in starkem Kontrast zur Klarheit in Design und Funktion. Das von F.A. Porsche gestaltete Gerät fügt sich unaufdringlich in bestehende Büroumgebungen ein.
Dazu trägt auch das aufgeräumte Bedienfeld bei. Einstellungsoptionen lassen sich mit Hilfe von acht Tasten und einem zweizeiligen, hintergrundbeleuchteteten LC-Display navigieren. Die Menübezeichnungen sind selbsterklärend und lassen kaum Fragen aufkommen. Eine Seite mit Statusinformationen wie Tonerfüllstand und Netzwerkadresse ist im Handumdrehen ausgedruckt.
Auch die mechanische Bedienung des Laserdruckers gestaltet sich einfach. Das Papierfach wird mit einem Handgriff aus dem Gerät gezogen. Ein leichter Druck gegen die Frontlade unter dem Herstellerlogo offenbart den Mehrzweckeinzug, der sich unter anderem zum Bedrucken von Umschlägen eignet.
Die Toner sind farbkodiert und werden einfach von oben in das Gerät gesetzt. Der sauberen Mechanik ist zu verdanken, dass dabei keinerlei Drücken und Schieben notwendig ist. Die Toner fallen regelrecht in die vorgesehenen Einschübe. Bei Bedarf ist das Druckwerk komfortabel von der Vorderseite des Geräts erreichbar.
Betriebskosten im Griff
Eine Reihe von Eigenschaften verhilft dem Kyocera FS-C5200DN zu einem Platz an der Klassenspitze für Farblaserdrucker. Die Trommel im Laserdrucker soll einer Belastungen von 200.000 Seiten standhalten, bevor sie gewartet werden muss.
In vielerlei Einsatzszenarien dürfte die Lebensdauer der Trommel den des Einsatzzeitraums des Druckers übersteigen. Eine einfache Rechnung verdeutlicht die Aussage: werden pro Monat eintausend Seiten gedruckt – und das jeden Monat – so wäre die Trommel erst nach über 16 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer.
Effektiv und im Gegensatz zu vielen anderen Druckern, werden damit einzig Papier und Toner zu Verbrauchsmaterial und damit Faktoren in der Total Cost of Ownership Rechnung. Letztere helfen dabei die Druckkosten niedrig zu halten, indem sie mit einer hohen Kapazität aufwarten. Die Farbtoner schaffen nach Herstellerangaben 6000 Seiten, die Schwarzweiß-Cartridge legt nochmal tausend drauf und bietet 7000 Seiten.
Auf einen Blick
Das hat uns gefallen:
- Sehr gute Verarbeitung
- Duplexdruck
- Netzwerk und USB Anschluss
- Druck per USB Speicherstick möglich
- Leise im Standby und unhörbar im Sleepmodus
- Sparsam im Stromverbrauch
- Kosteneffizient
- Toner mit hoher Kapazität von 6000 Seiten
- Schnelles Druckwerk
- Papierkassette fasst 500 Blatt A4
- Treiber für Windows XP (32 & 64 Bit), Windows 7 (32 & 64 Bit), Windows Vista (32 & 64 Bit), Windows Server 2003, 2008 und 2008 R2 (32 & 64 Bit), Windows 2000, NT, 95, 98, ME, Mac (ab 10.2 bis 10.6) und Linux
Verbesserungswürdig
- Gewicht von knapp unter 30kg
- Position für USB Speicherstick relativ weit hinten am Gehäuse
Fazit
Seit dem letzten Jahr räumt der FS-C5200DN nicht zu Unrecht eine ganze Reihe an Siegeln und Preisen ab. Man möchte meinen, dass die Gestaltung eines Druckermenüs am Gerät inzwischen gut verstanden und leicht umzusetzen sein sollte. Leider “überraschen” uns Hersteller immer wieder mit misslungenen Experimenten. Nicht so bei Kyocera. Während des gesamten Testzeitraums, mussten wir kein einziges mal zum Handbuch greifen – nicht einmal bei der Einbindung ins Netzwerk.
Ein ähnliches Bild bietet die Treiberunterstützung. Gilt die Hatz nach der passenden Treibersoftware zu einer der unangenehmeren Seiten des Testbetriebs, erfreut Kyocera mit einer aufgeräumten Downloadseite und breiter Betriebssystem-Unterstützung. Dadurch gelingt der erfolgreiche Einsatz in heterogenen Netzwerken. Vor allem schafft Kyocera Vertrauen für die Unterstützung zukünftiger Betriebssysteme. Vertrauen gewinnt der Hersteller auch für die Nachvollziehbarkeit der im Test überprüften Angaben. Der FS-C5200DN druckt schnell und sauber, bleibt in Standby- und Sleep-Modi angenehm leise bis unhörbar.
Obwohl Kyocera den FS-C5200DN vornehmlich für Arbeitsgruppen vermarktet, ist der Drucker bei der gebotenen Leistung und Effizienz auch für ganze Abteilungen und Büros uneingeschränkt zu empfehlen.
Im Tech Depot Onlineshop ist der Kyocera FS-C5200DN zum besonders günstigen Preis verfügbar.
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Dieser Artikel wurde von mustafa verfasst.




