Iiyama ProLite E2607WS-1 – 26-Zoll-Monitor für kleines Geld
Mit 65 Zentimetern Bildschirmdiagonale bedient der Iiyama ProLite E2607WS-1 eine durchaus interessante Zielgruppe. Im direkten Vergleich mit vielen seiner Konkurrenten fällt er mehrere Zoll größer als diese aus, positioniert sich preislich jedoch weit unterhalb seiner Mitstreitern, dessen Monitorinhalt 28- und 30-Zoll beträgt. Das heimste dem HD-Display mit der Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln im letzten Jahr einiges an Lob ein.
Für das TDBlog haben wir das 8-Kilo-Flaggschiff auf unseren Test-Schreibtisch gehievt und werfen ein Blick auf die Anschluss-Vielfalt, Bedienbarkeit und nicht zuletzt auf die Bildqualität.
Ohne Frage: Der 26-Zoll-ProLite gibt schon im Lieferkarton eine stattliche Figur ab. Stellt man den Monitor mit den Abmessungen 597.5 x 460.5 x 238 mm auf seinen Schreibtisch, verdunkelt sich kurzfristig der Arbeitsplatz. Das Bildformat von 16:10 hellt beim Einschalten des TN-Panels die Arbeitsfläche jedoch wieder gehörig auf.

Zuvor muss jedoch der passende Anschlussweg gefunden werden. Der Fuß, in dem sich das 8.3-Kilo-LCD standfest aufstellt, wird lediglich aufgesteckt. Es werden dafür keine Schrauben oder ein spezielles Werkzeug benötigt. Eine einzelne Person kann problemlos das Gerät aufbauen. Eine VESA-Halterung an der Gehäuserückseite befestig den Monitor optional auch an Wänden oder speziellen Monitor-Aufhängungen.

Als Signaleingänge finden sich unter einem kleinen Vorsprung DVI-D, HDMI sowie VGA. Der HDMI-Eingang, über den sich digitale Videokameras, Spielekonsolen oder auch Blu-ray- und DVD-Spieler anschließen lassen, kommt mit der HDCP-Verschlüsselung klar. Die Reaktionszeit von 2 ms lässt Anhänger von Computerspielen frohlocken. Damit ist sowohl für den beruflichen Arbeitseinsatz als auch für die Feierabend-Unterhaltung gesorgt.
Untermalt wird die Benutzung durch ein Pärchen integrierte 5-Watt-Lautsprecher, die über einen 3.5 Millimeter-Klinkeneingang mit Audiosignalen versorgt werden. Der Sound ist kein Klangerlebnis, jedoch durchaus praxistauglich. Absolut geeignet für die Wiedergabe von Videodateien ist auch das dynamische Kontrastverhältnis von 4.000 : 1. Abstriche muss man mit einem relativ schmalen Betrachtungswinkel in Kauf nehmen. Sitzt man am Arbeitsplatz mit direktem Blick auf die Mattscheibe, hat man keine Probleme die Farb- und Helligkeitswerte präzise auf seine Augen einzustellen. Durch eine Abweichung der Position, wenn man beispielsweise vor dem Schreibtisch steht und auf die gleiche Monitorposition herunterblickt, büßt die Bildqualität jedoch ein.

Im Lieferumfang befinden sich ein ausreichend langes Audio-Kabel sowie eine Strom-, VGA- und DVI-Leiterbahn. Es lassen sich darüber mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, zwischen denen sich softwareseitig wechseln lässt. Das Umschalten über die Monitor-Tasten an der rechten Vorderseite dauert leider verhältnismäßig lange. Unverständlich bleibt ebenfalls, warum das Menü für die Einstellungen so unattraktiv gestaltet wurde. Iiyama ist bei weitem nicht der einzige Hersteller, der den Eindruck seines Hardware dadurch abwertet. Schade, weil der Funktionsumfang, der sich über das Einstellungsmenü verändern lässt, ansonsten stimmt.
Die Farbeinstellungen beinhalten vordefinierte Profile, die das Bild zwischen einer ‘warmen’ und ‘kalten’ Darstellung variieren lassen. Neben den üblichen Helligkeits-, Temperatur- und Kontrastwerten ergänzt Iiyama sein Gerät mit einer ‘erweiterten Kontrastrate’ (ACR), die noch einen zusätzlichen Farbschub gibt. Über die ECO-Einstellungen lässt sich die Hintergrundbeleuchtung abdunkeln, so das der Monitor in einem energiesparsamen Modus läuft.

Insgesamt lohnt es sich, ein wenig Zeit und Experimentierfreudigkeit mitzubringen, da sich so noch einiges mehr aus dem Gerät herausholen lässt, als in seiner Standard-Konfiguration voreingestellt ist.
Hardware
An die Verarbeitungsqualität, der in schwarz erhältlichen Hardware, sind aufgrund des günstigen Anschaffungspreises, keine überzogenen Erwartungen zu stellen. Alleine die Bildschirmgröße eines solchen Gerätes erfordert, dass es sich hier nicht um einen zierlichen Flachbild-Monitor handelt. Die Tiefe von zirka 10 Zentimetern (ohne Fuß), ist nicht zu unterschätzen. Damit holt man sich jedoch auch viel Bildschirmplatz auf den Schreibtisch.

Das Gehäuse, die Bedienelemente sowie die rückseitigen Anschlüsse sind nicht zu kritisieren. Die abgerundeten Ecken passen sich in eine stimmiges Schreibtischbild ein.
Fazit
Der Iiyama 26-Zoll-Monitor E2607WS-1 ist nicht mehr das aktuellste Modell, liefert jedoch für einen geringen Anschaffungspreis viel Bildschirmplatz. Wer einen HD-Monitor mit einer physikalischen Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln sucht und geringe Abstriche in puncto eines eingeschränkten Betrachtungswinkels verkraftet, bekommt eine 65-Zentimeter-Bildschirmdiagonale. Über drei Anschlüsse lassen sich HDMI-, DVI- und VGA-Geräte verbinden und Sound über die im Computermonitor verbauten Lautsprecher ausgeben.
Ein hohes Kontrastverhältnis (4000:1), eine schnelle Reaktionszeit (2ms) sowie ein konfigurierbarer Stromsparmodus runden einen guten Gesamteindruck ab.
Das hat uns nicht gefallen:
- Schmaler Betrachtungswinkel
- Nicht Höhenverstellbar
- Voreinstellungen für das Bild verbesserungswürdig
Das hat uns gefallen:
- Viel Bildschirm für wenig Geld
- Passable Lautsprecher integriert
- Viele Anschlussmöglichkeiten und eine leichte Aufstellung
-> Iiyama Pro Lite E2607WS-1 – LCD-Display – TFT – 66 cm ( 26″ )
Tweet--
Dieser Artikel wurde von alex verfasst.
