Samsung SPF-1000P – digitaler Bilderrahmen mit Blickfang
Digitale Fotorahmen erfreuen sich seit knapp drei Jahren einer breiten Beliebtheit. Während man jedoch selbst vor 12 Monaten noch ‘Early Adapter’-Aufschläge für Geräte mit einer vernünftigen Bildschirmbreite zahlte, finden sich dieser Tage leuchtstarke TFT-Monitore mit viele Anschlussmöglichkeiten zu akzeptablen Preisen im Markt.
Von Samsung steht das SPF-1000P, ein 10-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel, im Verkauf. Dieser stellt nicht nur Fotos und Videos dar sondern lässt sich auch als zusätzlicher Mini-Monitor am Windows-PC verwenden. Der interne Speicher hält mit 2GB genügend Stauraum für große Dia-Sammlungen dutzender Urlaubsreisen bereit. Nicht nur über USB, Mini-USB und Speicherkarten lässt sich der Bilderrahmen befüttern: Drahtlos überträgt man per Bluetooth ebenfalls Dateien und Filme.
Die Qualität der Hard- und Software sowie dessen Anwendungsfälle sollen im Folgenden einem Praxistest unterzogen werden.

Ganz unorthodox soll mit der Mängelbeschreibung begonnen werden: Der Samsung-Fotorahmen ist ein Schreibtisch- und Wohnzimmer-Objekt, das sich nicht gerne anfassen lässt. Der schwarze Klavierlack zeigt Fingerabdrücke bei jeder Berührung ziemlich deutlich. Unverständlich ist es daher, das die berührungsempfindlichen Steuerungselemente an der Frontpartie untergebracht wurden. Wer sich über die Touch-Knöpfe am Gerät durch die Menüs hangelt, sollte auch ein säuberndes Staubtuch gegen die Fingertapsen bereithalten.
Wesentlich komfortabler bedient es sich dagegen mit der Fernbedienung. Die Kautschuk-Tasten lassen sich mit ein wenig Übung auch blind bedienen und navigieren zielsicher – aus mehreren Metern Entfernung – durch die angebotenen Optionen. Bevor das Display die Schnappschüsse des letzten Sommerurlaubs anzeigt, muss der Fotorahmen lediglich mit Strom versorgt werden. Die Fotos lassen sich von der Speicherkarte direkt aus der Kamera, per USB oder drahtlos über Bluetooth auf den internen Datenspeicher spielen. Für die Bedienung und Konfiguration steht eine erklärende Menüführung bereit. Über die LED-Hintergrundbeleuchtung, die hohe Helligkeit mit einem reduzierten Stromverbrauch verbindet, wirkt die Darstellung der Schrift gestochen scharf und klar leserlich.
Die Einstellungen halten unterschiedliche Präsentationsformen der Diashow in petto. Die Bild-Übergänge lassen sich animieren. Abwechslung kommt ins Bild, wenn die Reihenfolge der Fotografie wechselt und die Aufnahmen sich abwechslungsreich auf dem Screen arrangieren. Neben der Einblendung einer Kalender-Ansicht sowie Uhrzeit-Darstellung, fungiert der Display auch als Wecker mit bis zu fünf alarmierenden Voreinstellungen.
Wer an einen Termin erinnert werden möchte oder seinen Radiowecker am Bett ablöst, überspielt sich seine Lieblingsmusik auf den Bildschirm. Für große Dateien empfiehlt sich der schnellere USB-Transfer. Eine Bluetooth-Übertragung übermittelt durchschnittlich nur 30-50 KB/s. 500 Megabyte, ein Viertel der internen Speicherkapazität, benötigt demnach 2-3 Stunden. Da sich das Gerät jedoch auch während einer drahtlosen Übertragung bequem weiter verwenden lässt, kann man den Datenverkehr auch nebenbei ausführen. Durch die drahtlose Schnittstelle lassen sich ohne den Umweg über den Computer beispielsweise auch Handy-Fotos an das Gerät schicken.

Der Bildschirm spielt Musikdateien im üblichen Mp3-Format ab. Bewegte Bilder sollten in einem DivX-, XviD-, MPEG oder MJPEG-Codec vorliegen. Als Datei-Container können .mpg, .avi, .mp4 oder .mov Verwendung finden. Für Bilder bietet sich das JPEG- oder BMP-Format an. Vorbildlich zeigt sich die Unterstützung von SD-, SDHC- sowie Memory-Stick-Speicherkarten.
Anwendung
Foto-Rahmen platzierten sich in der Vergangenheit vornehmlich im Wohnzimmer. Der Samsung ist durch seinen dünnen und eleganten Formfaktor jedoch absolut für den Arbeitstisch geeignet. Komplett gegen seinen Standfuß geklappt, ließe sich das Display auch problemlos an Wänden anbringen. Die entsprechenden Vorrichtungen sind an der Unterseite zu finden.

Besondere Erwähnung soll die Mini-Monitor-Funktion erhalten, über die sich das hochauflösende Display an den Computer koppelt und Status-Fenstern Platz bietet. Der digitale Posteingang ließe sich beispielsweise an diesen Bildschirm auslagern und so immer im Blick behalten. Wenn der zusätzliche Monitorplatz nicht mehr benötigt wird, schaltet man zurück auf die Familienfotos.

Fazit
Knappe 26-Zentimeter Bildschirmdiagonale, die Größe von gängigen Netbook-Displays, bietet viel Platz für eine (entfernte + gemeinsame) Betrachtung von Fotos und Videos. Das TFT ist mit einem hohen Kontrast (500:1) und sehr guten Helligkeitswerten (250 cd/m²) – insbesondere für die Betrachtung von Multimedia-Dateien – ausgelegt. Diese Werte übertreffen viele der preiswerteren Konkurrenzgeräte und spielen ihre Qualität aus, wenn man den Bilderrahmen in einem hellen Büro mit hohem Fensteranteil aufstellt.
Mit zirka 10 Watt erschöpft der LED-TFT im täglichen Betrieb einen ganz vertretbaren Stromverbrauch. Die Format-Kompatibilität ist stimmig mit einer praxistauglichen Verwendung. Bilder mit Übergrößen oder einer falschen Drehung, passt der Fotorahmen automatisch an das richtige 16:9 Seitenverhältnis an.
Das hat uns nicht gefallen:
- Klavierlack in Verbindung mit Touch-Tasten
- Verzögerte Steuerung nach Tastendruck
Das hat uns gefallen:
- unterschiedliche Signaltöne für eine intuitive Menüführung
- großes Portfolio an Diashow-Darstellungen inklusive Kalender und Uhrzeit
- Mini-Monitorbetrieb als Computer-Display
- Lautstärke der integrierten Lautsprecher ausreichend / Unterstützung von Bluetooth-Kopfhörern
- gute Kontrast- und Helligkeits-Werte für den Betrieb in lichtstarken Räumen
- Speichererweiterung über USB-Sticks oder mit kleinen Festplatten
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Dieser Artikel wurde von alex verfasst.
