Farblaserdrucker: Lexmark C540n
Drucker ist nicht gleich Drucker. Wer in einem Unternehmen mit zwei- bis dreistelliger Mitarbeiterzahl tätigt ist, lernt die Unterschiede im Arbeitsalltag schnell kennen. Eine funktionierende, zuverlässige Ausdruck-Maschine vermeidet Stillstand und mögliche Zankereien um die Plätze in der Warteschlange mit den Kollegen. Dabei stellt sich ziemlich schnell heraus: Die besten Drucker treten nicht durch Besonderheiten oder Spielereien in Erscheinung, sondern verrichten solide ihren Dienst.
Mit dem Lexmark C540n tritt seit gut 1.5 Jahren ein Farblaserdrucker in mittelständischen Unternehmen an, seine Fertigkeiten unter Beweis zu stellen. Der Vorteil gegenüber einem brandneuen, gerade veröffentlichten Gerät: Erste Langzeiterfahrungen fließen in diesen Artikel über das Büro-Gerät mit Netzwerkschnittstelle ein.
Mit 21 Kilo bedarf es nach der postalischen Zustellung, vorzugsweise zwei Kollegen um das grau-weiße Gerät in den Abmessungen 42.4 cm x 40 cm x 29.2 cm an seinen Platz zu befördern. Ist dieser Schritt jedoch geschafft, geht die nachfolgende Einrichtung sehr schnell. Im Originalzustand enthält der Farblaserdrucker, der bis zu 250 Seiten in seinem Papierfach unterbringen soll, bereits die vier Farbkartuschen. Diese sind beim Transport mit orangen Plastik-Riemen gesichert. Ein kräftiger Zug an den drahtigen Stäben entriegelt das Toner-Material, welches später als Druckertinte auf dem Papier landet. Auch der Papierkassette ist mit einer entsprechenden Sicherung versehen, damit beim Transport keine Schäden auftreten. Nach dem Entfernen der gut gekennzeichneten Halte-Vorrichtungen, bedarf es lediglich dem Stromstecker und einer lokalen USB-Verbindung zum Computer.
Dabei ist es vollkommen gleich, ob eine Windows-, Macintosh- oder Linux-Maschine Verwendung finden soll. Die Treiber-Unterstützung reicht von sehr alter Computer-Hardware bis zu den modernsten Rechenknechten. Aktuelle OS-Versionen besorgen sich ihre Software-Unterstützung ohne Nutzerinteraktion direkt aus dem Netz und fügen den Lexmark als Drucker in die Menü-Optionen ein.

Bei einem Gerät dieser Klasse, möchte man höchstwahrscheinlich nicht ganz alleine auf die umfangreichen Druckfähigkeiten zurückgreifen, und schließt daher ein Netzwerkkabel an. Spezielle Einstellungen sind über das Service-Menü an der Vorderseite vorzunehmen. Generell meldet sich der Lexmark, nach seiner Verbindung im Firmennetzwerk, ohne Einschränkungen an allen beteiligten Rechner an.

Mit 250 Papierseiten konnten wir die Kassette nicht füllen. Mit über 200 Blättern in normaler Dicke, kommt man an einem achtstündigen Arbeitstag jedoch ziemlich weit. Der Lexmark C540n besitzt einen seitlich gelagerten Lüfter, der bei hitzigen Außentemperaturen oder stickigen Server-Räumen von Zeit zu Zeit anspringt. Das kommt unter normalen Bedingungen nicht häufig vor, trotzdem möchte man eine Aufstellung wählen, die nicht unmittelbar in der Nähe des eigenen Schreibtisches ist. Das Anlaufen und der Zugriff auf die Toner-Kassetten fallen nicht unangenehm laut aus, trotzdem möchte man sich nicht in direktem Kontakt seinen konzentrierten Arbeitsalltag durchkreuzen lassen.

Bevor die erste Seite in der ausziehbaren Aufbewahrungshalterung ablegt wird, vergehen zirka 10-20 Sekunden. Bei einem regelmäßigen Druck-Durchsatz bleibt das Getriebe in Bereitschaft und ist mit dem nächsten Auftrag schnell zur Stelle. Bei mehreren Seiten oder aufeinander folgenden Druckaufträgen, spielt das Gerät seine wahre Schnelligkeit aus. 20 Seiten als Farb- und Schwarz-Weiß-Druck sind hier möglich. In der Standardausführung halten die 128MB-Arbeitsspeicher ein dickes Polster für gleichzeitig aufschlagende Druckbefehle bereit. Maximal lässt sind das Gerät bis zu 640MB-Arbeitsspeicher aufrüsten.

Die Qualität der Ausdrucke ist exzellent. Sowohl farbige Bilder als auch schwarze Schrift, wirken selbst auf dünnem Papier (80 g/m2) gestochen scharf und fransen nicht aus. Dies geht jedoch einher mit weniger positiven Benutzererfahrungen, die von hohen Druckkosten pro Seite sprechen. Retrospektiv lässt sich zwar herausfinden, dass das Druckerverbrauchsmaterial innerhalb des letzten Jahres um die Hälfte seiner Kosten eingebüßt hat, trotzdem bleibt der Lexmark C540n bei kleinem und mittlerem Druckaufkommen pro Seite teuer. Erst wer im vierstelligen Seitenbereich Papier mit Schrift und Bildern verziert, amortisiert die hohen Toner-Kosten zeitnah.

Fazit
Rechnet man die durchschnittlichen Finanz-Aufwendungen zusammen, die an Materialverbrauch nach 10.000 Seiten anfallen, verbleiben durchschnittlich 13 Cent pro Seite. Es gibt weitaus teurere Geräte in einem vergleichbaren Testfeld. Jedoch will diese Anzahl an Kopien erst einmal verbraucht werden, so das ein interessiertes Unternehmen einen Blick in die vergangenen Rechnungsjahre werfen sollte, um seinen Papiereinkauf zu überprüfen. Wer erheblich weniger Seiten mit Farb- und Schwarz-Weiß-Auszügen versieht, sollte sich beim Lexmark C540n nicht vom günstigen Anschaffungspreis täuschen lassen. Einer von Lexmarks Tintenstrahlern, den wir an dieser Stelle kürzlich präsentierten, druckt mit einem Cent pro Seite.
Wer jedoch entsprechend ausgeprägte Durchschnittskosten bei Druckern vorzuweisen hat, findet mit dem Lexmark ein einfach zu bedienendes Gerät, das schnell, präzise und hochwertig arbeitet. Mit 20 Seiten pro Minute, lassen sich selbst umfangreiche Präsentationen noch kurz vor dem Kundentermin erstellen.
Die kompakte Bauweise findet problemlos seinen Platz im Firmengebäude; ist sehr sparsam im Stromverbrauch und fasst trotzdem ein vertretbares Papier-Volumen, bei dem nicht zweimal am Tag nachgefüllt werden muss. Zusätzlich soll nicht unerwähnt bleiben, das Lexmark noch bis Ende September eine “Cash-Back”-Option für den C540n anbietet, bei dem seine Käufer bis zu 130 € – zirka 50-Prozent vom Kaufpreis – zurückerstattet bekommen.
Das hat uns nicht gefallen:
- hohe Druckkosten bei kleinem und mittlerem Druck-Volumen
- Menüsteuerung durch das zweizeilige Display unübersichtlich
Das hat uns gefallen:
- einfache Aufstellung / leichte Konfiguration
- Netzwerkfähig mit guter Treiber-Unterstützung für alle Betriebssysteme
- geringe Anschaffungskosten der Hardware
- komplexe (1.200 x 1.200 dpi) und schnelle (20 Seiten/Minute) Ausdrucke
- gutes Papier-Fassungsvolumen
-> Lexmark C540n – Drucker – Farb – Laser – Legal, A4 – 1200 dpi x 1200 dpi
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Dieser Artikel wurde von alex verfasst.
