Hewlett Packard 620 – 15.6-Zoll-Laptop
Hewlett-Packard schnürt mit dem HP 620 einen leistungsstarken aber gleichzeitig preisgünstigen Computer, der mit dieser Generation das Design der kostspieligeren Laptop-Brüder annimmt. Gegenüber den Konkurrenten sticht auf den ersten Blick eine elegante Formgebung, solide Verarbeitung und stilsichere Gestaltung hervor. Das 15.6-Zoll-Display basiert auf der HP BrightView-Technologie, die eine LED-Hintergrundbeleuchtung nutzt und dadurch stromsparend arbeitet. Durchschnittlich lässt sich mit dem 6-Zellen-Akku – je nach Anwendung – ein halber Arbeitstag überbrücken. Die Batterie schließt an der hinteren Gehäuseseite mit dem 1366 x 786-Bildschirm ab, und liefert damit insgesamt eine geschlossene Gehäuseform.
Während andere Geräte eher keilförmig zulaufen und dadurch an Symmetrie verlieren, legte der Hersteller hier eindeutige Schwerpunkte auf die Hardware-Gestaltung. Ob der Laptop auch technisch auf der Höhe der Zeit ist, oder welches seine genauen Vorzüge sind, verrät ein detaillierter Blick in Text- und Videoform.
Mit einer empfohlenen Bildschirmauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten breitet sich das matte LED-Display in einem exorbitanten 16:10 Seitenverhältnis vor seinem Benutzer aus. Das HP-Notebook ist ein richtiges Arbeitsgerät, hinter dem man versinken kann. Dazu trägt das breite Tastaturfeld bei, welches sich fast über die gesamte Länge der 37.18 Zentimetern ausrollt. Am seitlichen Rand positionieren sich zusätzliche (Media-)Tasten.
Während andere Hersteller die Schnellwahltasten für die Wiedergabe von Medien-Inhalten oder deren Lautstärkeregelung oberhalb der Tastatur anbringen, finden sich diese Tasten beim HP-Gerät neben dem Feststellschalter an der linken Seite. Wird über den ENTER-Eingabeknopf auf der rechten Seite hinausgegriffen, aktiviert der Nutzer die Bildlauf-Knöpfe. Wer die Finger nicht gerne von der Tastatur nimmt, navigiert durch diese Konstruktion, beispielsweise über längere Webseiten, sehr zielstrebig.

Die F-Tasten oberhalb des langgezogenen Zahlenfeldes sind mit Mehrfach-Funktionen belegt. So ergibt sich insgesamt ein sehr stimmiges und aufgeräumtes Tastaturbild. Nach kurzer Eingewöhnungszeit bedient man über die zugänglichen Kürzel seinen Arbeitsrechner erheblich schneller. Komplett abgesetzt von allen anderen Tastern findet sich der silberne Einschaltknopf, der in einer zentralen Position mit einer Hintergrundbeleuchtung an der Stirnseite angebracht wurde. Dieser obere Teil des Gehäusebodens dient außerdem als Lautsprecher.
Der Tastaturteil setzt sich über einen schwarzen Klavierlack-Auszug von der Auflagefläche für die Handballen ab. Diese zeichnet sich in einem seriösen Grauton auf den quadratischen Rechner und ist leicht angeraut. Das äußere Design des Laptops lehnt sich an dieser Farbgebung an.
Summa summarum wirkt die Oberfläche, besonders durch die ausgefüllten Zwischenräume der Tastatur, in die nur sehr schwierig Verschmutzungen eindringen kann, sehr kompakt.

Das Gerät wiegt 2.49 Kilogramm und weist sowohl an der linken als auch rechten Gehäuseseite externe Anschlüsse auf. Neben drei USB-Ports und einer Netzwerkschnittstelle findet sich leider ‘nur’ ein VGA-Bildschirmausgang für den Anschluss eines zusätzlichen Monitors oder Projektors. Obwohl es hier schön gewesen wäre auf eine DVI- oder sogar Display-Port-Steckverbindung zurückzugreifen, überrascht der HDMI-Ausgang positiv. Damit lässt sich der mobile Begleiter beispielsweise mit einem modernen Fernseher verknüpfen.
Nicht zu vergessen bleibt der Express-Card-Steckplatz sowie der SD- und MMC-Kartenleser an der Vorderseite des Gehäuses. Das Optische Laufwerk beschreibt DVD+/-RW-Rohlinge mit DL-Speicherplatz und druckt via LightScribe-Technologie ein entsprechendes Bild auf die Datenträger. Wer in kürzester Zeit eine Kundenpräsentation finalisieren muss, und sich nicht mit Druckern oder möglicherweise CD-Klebefolien herumärgern möchte, lässt die CDs und DVDs bequem direkt vom Brenner mit Firmen-Logos beschriften.

Das Gerät mit Intel Pentium Prozessor (T4400) auf Basis von 2.20 GHz, das es wahlweise auch mit AMD-Chip gibt – weist 3-GB-Arbeitsspeicher und eine 500-GB-Festplatte auf. Die Microsoft Windows 7 Home Premium-Version liefert in Kombination mit dem Intel-Chipsatz eine entsprechend hohe Kompatibilität im Arbeitseinsatz und ermöglicht ein zügiges Betriebstempo. Mit einer aktuelleren Prozessor-Generation liessen sich noch mehr Pferdestärken aus dem Gerät kitzeln, würde jedoch das ausgewogene Preis-Leistungsverhältnis über den Haufen werfen.

Fazit
HP tut gut daran, auch die preisgünstigeren Geräte in ein schickes Gehäuse zu hüllen. Der Notebook-PC 620 trumpft nicht mit den stärksten Technik-Werten im hart umkämpften Konkurrenzfeld auf, überzeugt jedoch in puncto Design. Bei der Benutzung wirkt sich die Gestaltung sowohl auf die Optik als auch Praxistauglichkeit aus. Das HP 620 ist definitiv ein Gerät, an dem man gerne arbeitet – weil man es gerne bedient. Problemlos lässt sich ein solches Laptop einem Kunden als Leihgerät zur Verfügung stellen oder mit allen gängigen Bürotätigkeiten beauftragen.
Im täglichen Praxiseinsatz empfiehlt sich der vierstündige Akku, welcher seine Leistung durch einen optimierten Energiesparmodus noch einmal um Längen verbessert. Die Tastatur-Tasten setzen sich zum Benutzer hin ab, verdecken durch einen breiteren Sockel jedoch das empfindliche Innenleben der Maschine. Kleine Krümmel und geringe Flüssigkeiten haben damit definitiv weniger Chancen das Arbeitsgerät ausser Gefecht zu setzen.
In Kombination mit der 2-Megapixel-Webkamera, entsprechenden Audio- und Mikrofon-Schnittstellen sowie der drahtlosen Bluetooth- und WLan-Technik avanciert das HP-Notebook zum zuverlässigen Begleiter im rundum gelungenen Preis-Leistungsspektrum.
Das hat uns nicht gefallen:
- kleines Trackpad
- Bildschirm stromsparend aber nicht sehr leuchtstark
- ‘nur’ ein VGA-Ausgang
Das hat uns gefallen:
- Elegantes Design
- HDMI-Ausgang
- kleines Netzteil
- Flüssigkeitsabweisende Tastatur
- Trackpad-Button für Links- als auch Rechtshänder
-> HP 620 – P T4400 / 2.2 GHz – RAM 3 GB Festplatte 500 GB
Tweet--
Dieser Artikel wurde von alex verfasst.
