Es ist interessant zu beobachten welche Entwicklung PC Formfaktoren in den letzten zwanzig Jahren durchgemacht haben. Wir hätten uns 1990 kaum an einem Beige-lackierten Bigtower aus dünnem Stahlblech gestört. Die Taktung des Hauptprozessors würde stolz auf der Front prangen und in den wachen Stunden des Rechners munter vor sich hin leuchten. Mit dem durch die Internetrevolution der späten Neunziger beschleunigten Siegeszug von Heim-PCs, haben sich auch die ästhetischen Ansprüche gewandelt. Wer möchte schon das aufwendig eingerichtete Wohnzimmer mit klobiger Hardware verunstalten? Ähnliche Überlegungen sind der Grund dafür, dass man in Verkaufs- und Beratungsräumen immer öfter auf PCs trifft, die sich auf den ersten Blick eher als Designobjekt denn als Nutzwerkzeug präsentieren.
Die Vorreiter in diesem Bereich stellen Media-PCs und All-In-One Rechner dar. Erstere sind meist so gestaltet, dass sie sich unauffällig ins HiFi Rack – neben DVD Spieler und Verstärker – einreihen und das Fernsehgerät zur Bildausgabe nutzen. All-In-One PCs stellen dagegen vollwertige Rechner dar, die flexibel nutzbar sind und dabei über einen eingebauten Bildschirm verfügen. Mac Fans werden in diesem Segment, seit der Rückkehr von Firmengründer Steve Jobs und dem damit einhergehenden Einzug der iMac Produktlinie, vielfältig bedient. Um die Auswahlmöglichkeiten für Windows Benutzer war es in den letzten Jahren weniger gut bestellt. Mit der breiten Verfügbarkeit von energiesparenden Prozessoren schickt sich eine Reihe von PC Herstellern an, Windows Benutzer ebenfalls in den Genuss der praktischen Rechner mit eingebautem Monitor und Lautsprechern kommen zu lassen.

All-In-One PC mit Touchscreen
MSI schickt mit dem Wind Top AE2010 ein Modell mit 20″ Monitor im filmfreundlichen 16:9 Format ins Rennen. Die Kombination aus PC und Display ist in einem umlaufenden Plexiglasrahmen eingebettet. Gemeinsam mit den aus dem Rahmen geformten Standfüßen, erinnert das Erscheinungsbild an die frühen Apple Cinema Displays.
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